24.3.14

NZ - Wwoofing + Living + Working in Motueka


Nach einem Wochenende zurueck in Nelson bei Fini (und einer grossen Fenchelernte) bin ich zu meinem naechsten Wwoofing Host "kutschiert worden". (gehitchhikt).
 
Pip lebt, zusammen mit Huehnern, einer Katze und Alpacas auf einem Huegel mitten im bergigen Tal Motuekas. Ich hatte viele verschiedene kleine Jobs zu tun und bin ansonsten jeden Tag mit dem Fahrrad rumgeradelt. Vorbei an all den Apfelfeldern, Birnenfeldern, Weinfeldern, abgeernteten Feldern, bis ich mich schliesslich spontan am Ende der Woche fuer einen "Apple picking"-Job beworben  hab. (Bewerben hier = ins Buero reinspazieren, faule, mit Kaffee dasitzende Maenner begruessen, sagen, dass man einen Job braucht und fuer den naechsten Werktag herbestellt werden)
 
Somit wurde ich Pips Mitbewohner und geniesse im Gegensatz zu einem 8er-dorm room im Hostel die Vorzuege eines eigenen Zimmers und auch die eines warmen Abendessens. (obwohl ich so seit 2 Wochen kein Fleisch mehr gegessen hab)
 
Jedenfalls bin ich seitdem jeden Tag im Apfelfeld anzutreffen, entweder auf der Leiter oder nebendran. Mit meiner gefuellten Bauchtasche watschel ich von Kiste zu Baum und zurueck und fuelle so um die vier 280kg Kisten am Tag.  Ich radel bei Sonnenaufgang und mit frierenden Fingern los, werde nachmittags von der Sonne fast verbrannt  und  verbringe nach Feierabend (den man hier selbst bestimmen kann) den Rest des Tages in der Stadt.
 
So werden dann wohl noch die naechsten paar Wochen vergehen, bis ich am 4. April dann meine Belohnung geniessen kann. Einen Fallschirmsprung ueber dem Abel Tasman National Park!


15.3.14

NZ - Motueka



Es ist Herbst in Motueka! Die Blaetter verfaerben sich und flattern durch die Luft und ich muss die Windjacke immer mit dabei haben.
Ich bin die letzte Woche bis auf einen Tag mit dem Fahrrad durch all die Apfel-, Mais- und Weinfelder geradelt und heute einen Abstecher zum Strand gemacht.
Ich wohne jetzt mit Pip, meinem Wwoofing Host in einer WG zusammen, weil ich wahrscheinlich ab Montag "apple picking" (und damit am Geld verdienen) sein werde. 

5.3.14

NZ - Farewell Spit {eine Nacht unter dem freien Sternenhimmel}


Am Samstag packte ich meinen grossen Rucksack und hitch-hikte von Takaka los zum Farewell Spit. Dort bin ich erst einmal zum Leuchtturm und Aussichtspunkt gewandert und hab mich dann ueber Farmland aufgemacht zum Strand. Ich musste mich vorher ueber Flut und Ebbe informieren, weil man bei Flut nicht am Strand entlang gehen, bzw. im Ernstfall auch nicht mehr vom Strand wegkommt.


Nach dem anstrengenden Wandern (ich hatte echt viel Gewicht auf dem Ruecken) ueber Felsgestein, gruene Wiesen und durch Wald errreichte ich dann endlich die marmorfarbenen Sandduenen, die den Eingang zum Strand darstellten.
Ich war echt begeistert von den rauen Felsen, den kleinen Wasserpools drum herum, dem weissen Sand und dem sich im Wasser waelzenden Seehund, den ich entdeckt hab.


Ich hatte vorher schon mit Mel gesprochen und wir hatten uns drauf geeinigt, dass es aufgrund der schnell kommenden Flut und dem am Abend stressigen Hitch-hiken zurueck besser waere, die Nacht dort zu bleiben. Gesagt getan. Allerdings nicht in einem der Backpacker-Hostels, sondern in meinem Schlafsack auf einer Decke im Gebuesch am Strand.
Das war mein erstes Mal "Schlafen unter dem freien Sternenhimmel" und trotz steinigem Untergrund, laut rauschenden Wellen und der Ungewissheit im Dunkeln war es eine echt coole Nacht!

 
Ich ging mit dem Sonnenuntergang schlafen und wachte (nach ein paar Unterbrechungen) dann schliesslich mit dem Sonnenaufgang wieder auf, packte mein Zeug zusammen und machte mich auf den Rueckweg. Es war wirklich eine einzigartige Erfahrung, alleine in der wilden Natur zu schlafen, von der Musik des Meeres in den Schlaf getragen zu werden und das Verschwinden und Auftauchen der Sonne so gut fotografisch festhalten zu koennen.