19.10.13

NZ - Update

 
Ich bin ein wenig sesshaft geworden hier in Taupo. Wohne in der Berkenhoff-Lodge, arbeite da ein bisschen fuer meine Unterkunft und hab nebenher auch einen kleinen, aber geldbringenden und leichten Job gefunden. Wo? In einem Kebabladen. Tadaaa. 4 Stunden am Tag, also Teilzeit. Bringt mir aber genug Geld ein fuer meine Campingausruestung. Naechste Woche naemlich werde ich mit Mike, dem Australier aus meinem Hostel campen gehen. Wir haben eine Art FREE-CAMPING-PLACES-TOUR geplant. Das alles wird also sehr spartanisch und Bear Grylls maessig, aber ich freu mich echt drauf! Bis dahin werde ich das Online-Training fuer den Baeckerei-Job (fuer den ich im Sommer dann hier her zurueck kehren werde) absolvieren, und fleissig Geld verdienen.

11.10.13

NZ - Taupo {Work for Accommodation}


Als der Bus um die Kurve fuhr und ich bei strahlendem Sonnenschein den See durchs Fenster sah, was ich einfach nur begeistert von den Farben von Taupo. Tuerkisblauer See, dunkelgruene Tannen, leuchtend rote, senfgelbe und violette Blumen in nahezu jedem Vorgarten.
Von Hostelmama JB wurde ich an der Bushaltestelle abgeholt und in der Berkenhoff Lodge herumgefuehrt. Meine Arbeits- und Wohnstelle fuer die naechste Zeit. Eine Stunde spaeter holten wir noch Calvin ab (in meinem Bus war kein Platz mehr gewesen, weil Schulferien sind und alle Plaetze ausgebucht waren).
Abends schauten wir uns den Sonnenuntergang am See an und auch die Innenstadt gefaellt mir echt gut! (Auch, wenn das Hostel relativ weit weg vom Zentrum ist) Hier laesst es sich gut fuer eine Weile bleiben.


Am naechsten Tag haben wir bei schlechtem, ungemuetlichen Wetter die Hot Pools erkundet. Das sind sozusagen natuerliche Whirlpools (ohne das Geblubbere, aber genauso heiss). Sie liegen direkt am Wanderweg und auch am Waikato River. Schnell in den Bikini gehuepft und rein in die Luxuswanne. War echt wie in einem Aussenbecken im Schwimmbad. Regen und kuehl von oben, heiss und gemuetlich im Wasser. Haaach ja.
Am Donnerstag war wieder tolles Wetter (anfangs) und so haben wir uns zu den Huka Falls aufgemacht. Es ging entlang dem wunderschoenen, ebenfalls tuerkisfarbenen Waikato River zu dem Cascaden-aehnlichen Wasserfall und nach kurzem Bestaunen weiter zu den Craters of the moon. Einem kleinen "Park" voller heisser, stinkender, dampfender Krater. Letzteres ist jetzt nicht DIE Attraktion, aber der Rundweg entlang der kleinen Mud Pools und Crater war ganz cool.
 
Was die Arbeit angeht, hab ich hier mehr als Glueck! Normalerweise bedeutet Work for Accomodation, dass du von 10 bis halb 1 Uhr, also zwei einhalb Stunden Baeder putzt, Betten neu beziehst, sauber machst etc., um dann kostenlos zu uebernachten. Nach einer Stunde war ich mit dem vacuuming und mobbing (den Boden, keine Leute) schon fertig und wie es aussieht, wird auch in Zukunft nicht mehr zu machen sein. (Wenn man das mal ausrechnet: Stundenlohn = ca 14 Dollar. Uebernachtung hier = 25 Dollar.) Ausser mir ist hier auch noch ein Australier am Arbeiten, der mich waehrendessen auch gut unterhalten hat. Mit vacuuming ist Staub saugen gemeint, was hier echt Spass macht, weil man denStaubsauger wie einen Rucksack auf den Ruecken schnallt.

7.10.13

NZ - Raglan {a lot of beaches}


Raglan. Wo die Straende aus schwarzem Sand bestehen und die Surfer ihre Heimat gefunden haben. Auf letzteres ist auch mein Hostel ausgerichtet. Laessig, der Innenhof voll mit gemuetlichen Haengematten, auf einer Tafel immer die Flut- und Ebbezeiten und ein verlangsamter Tagesrythmus.
 

Am Tag der Ankunft war es bewoelkt und so gingen wir erst einmal eine Kleinigkeit einkaufen, liehen uns Raeder aus und machten uns auf zur Manu Bay. Allerdings bekam Calvins Rad einen Platten und so versuchten wir es spaeter per hitch-hiken, also trampen wieder. Auf eine andere Art kommt man hier naemlich nicht gut zu den beruehmten Straenden und wenn man zu zweit ist, ist das ja kein Problem.


Wir hielten die mit Muehe gestaltete MANU BAY Pappe hoch und innerhalb von ein paar Sekunden hielt schon ein Auto an. Eine quirlige junge Frau mit einem Auto voll mit Vintage Klamotten hielt an und nahm uns mit. Nicht zur Manu Bay, aber zu einem benachbarten Strand, wo sie, todesmutig, schwimmen gehen wollte. (durch den Wind kann es hier naemlich echt kuehl werden!)


Wir genossen den Sand unter unseren Fuessen, die salzige Luft und natuerlich die Aussicht auf die Surfer und erlaubten uns wieder zurueck (dieses Mal nahm uns ein nettes, brasilianisches Paar mit zurueck, das noch schlechter Englisch sprach als wir!)eine organische Limonade.


Am naechsten Tag gings dann mit dem Kayak los zu den Pancake (=Pfannkuchen) Rocks. Nachdem wir uns unter der Fussgaengerbruecker gegen die Stroemung durchgekaempft hatten, picknickten wir erstmal auf dem schwarzen Sand sitzend.
 
Hier muessen leider die lausigen Handybilder herhalten, weil ich mich aus Angst vor dem Kentern nicht getraut habe, meine Kamera mit zu holen.
 

Am Sonntag haben wir dann wieder unser Schild hochgehalten und haben so eine Deutsche getroffen, die total quirlig und lieb war und mit uns eine kleine Strand-Sightseeing-Tour gemacht hat!
So sind wir wieder an unseren Badestrand gekommen, wo wir spaeter auch relaxt haben.


Aber auch die beruehmte Manu Bay und die Whale Bay haben wir gesehen und die Surfer beobachtet. War echt ein toller Tag mit interessanten Leuten (denn auch der Maori-Mann Glen, der uns zurueck zum ersten Strand genommen hat und uns dabei angeboten hat, noch ein paar Tage bei ihm auf dem Grundstueck zu uebernachten oder auch der Fahrer des zweiten Autos, bei dem wir hinten im Kofferraum neben seinem Einrad sassen, waren echt cool drauf!) 
 
Ich hab in den letzten zwei Tagen richtig Farbe bekommen (braun, nicht rot!) und freue mich jetzt auf die zwei Wochen Work for Accomodation (Oma, nicht fragen, sondern googlen!) in Taupo, wo ich entspannt auf Jobsuche gehen kann!

6.10.13

NZ - Bye Bye Hamilton


Sooo mit diesen exotischen Fotos vom kleinen See verabschiede ich mich von der Farm in Hamilton. Siggi war sehr inspirierend und wirklich interessant. Sie ist schon viel gereist und ist ebenso sehr engagiert in der Politik von Hamilton. Dementsprechend hat sie viel zu erzaehlen!

 
Russell, der schweigsame, grauhaarige, starke Kiwi steht auf Sahne, Sport und doppeltes Fruehstueck. Er liebt Bus fahren und war deshalb auch viel unterwegs.


Rio liebte es, wenn ich putzte. Dauernd lief er dem Besen hinterher und sprang hoch, versuchte ihn zu erreichen und rein zu beissen. Nach einer Nacht, die er in meinem Bett verbrachte, verbannte ich ihn aber aus meinem Zimmer, weil ich am Tag drauf neue juckende Stellen hatte.


Huehner hasse ich jetzt.


Und viel Arbeit war es im Nachhinein betrachtet dann doch nicht. Wahrscheinlich war ich nur von der Farm vorher nichts gewohnt. Neben Geschirr waschen und Unkraut jaeten hatte ich viele Plantings zu tun und lernte somit viel uebers Gaertnern.

Siggi schenkte mir zum Abschied ein DREAM BOOK, in das ich meine Traeume fuer meine Zukunft notieren kann. Sie selbst fuehrt auch eins und ich finde es einesehr schoene Idee!