26.9.13

NZ - Wwoofing in Hamilton {Unkraut jaeten ist angesagt}

 
Ich bin seit gestern auf einer neuen Farm. Nachdem ich eine Nacht in Auckland mit drei echt netten Share-room-Mitbewohnern verbracht habe, um eine kleine Pause zwischen den zwei Farmen zu haben, bin ich dann am 25. um 12 von Siggi in Hamilton abgeholt worden. Sie leitet zusammen mit einer anderen Dame eine Art freiwillige Organisation, die schwangeren Frauen auf dem Weg zum Kind und auch hinterher hilft. Jedenfalls haben die zwei da ein suesses Haeuschen, wo Seminare statt finden und auch Treffen. Und in dem Garten dieses Hauses durfte ich dann direkt mal Unkraut jaeten. Yeeeyy. 3 Stunden lang. Das war schon ein bisschen schokierend, weil ich dahingehend ja ziemlich verschont geblieben bin bei der anderen Farm. Und hier jetzt schon am ersten Tag ran zu muessen. Siggi ist urspruenglich aus Deutschland. (Vielleicht liegt es daran; deutsche Arbeitsmoral und so.)
 

Das Haus und mein Zimmer (!) sind jedenfalls echt gross, schoen, sauber und gemuetlich! Ich hab sogar ein eigenes Bad. Hihi.
Es ist ein Strohballenhaus, d.h. in den Waenden ist Stroh, dass zur Isolierung dient.

 

Wheel ist der suesseste Hund, den man sich vorstellen kann! Bellt nicht, ist stubenrein und liegt grade neben mir im Bett und schlaeft.

 

Heute ging es wieder ans Unkraut jaeten. Anschliessend hab ich mit Liebe Knollen in die Erde gepflanzt, Kompost in Plastiktoepfe gestopft und Samen drueber gestreut. Und Geschirr gewaschen.


NZ - FISHING

 
Sonntag Nachmittag haben wir Zuwachs bekommen. Eine neue Wwooferin, Annika. Sie kommt auch aus Deutschland und wurde dann direkt mit eingeladen, am naechsten Morgen fischen zu gehen. Aron (der Metzger, ihr erinnert euch?) holte uns nachmittags ab.


Der Trip war unsere Belohnung fuer das viele Arbeiten bei Tim und Diane (am Montag haben wir immerhin die Nester fuer die Huehner gebaut und Holz unter das Dach geraeumt!). Im Truck gab es dann erst mal was zu trinken und dann ging es mit dem Boot rauf aufs offene Meer.


Jede von uns bekam eine Angelroute in die Hand gedrueckt und dann hiess es geduldig sein. Ha. Von wegen! Kaum hatte ich meine Angel drin, biss bei mir schon der erste Fisch an. Ein Snapper! Ich war so aufgeregt, hihi. Hab nur da rum geschrien. „I have a fiiish! Can you please take a photo?“ Bei den anderen dauerte es dann auch nicht mehr lange. Ich glaube, es lag einfach an der Stimmung. Allein auf der See, gut gelaunte Menschen, laute Musik und was zu trinken.


Erst als es so dunkel wurde, dass man das Meer nicht mehr vom Himmel unterschieden konnte, packten wir die Angelrouten weg und duesten los zu einem einsamen Strand. Fisherman`s Bay. Dort klaubten wir im Dunkeln (einziges Licht kam von der Kopflampe unseres Skippers) Holz und trockenes Schilf zusammen und versuchten uns an einem Feuer. Als dann die von uns gefangenen Fische drauf lagen und wir alle drum herum sassen und ueber wirklich Gott und die Welt redeten, fuehlte sich wirklich alles richtig an. Abenteuerlich, gemuetlich, frei.

 
Ein Lagerfeuer am einsamen Strand. Das ist doch etwas, was man sich immer ertraeumt oder wenigstens davon schwaermt. Und fuer mich ist es war geworden. Mit drei echt coolen Menschen. In Neuseeland. Das ist ein Moment, der fuer immer in meinem Gedaechtnis bleiben wird. Genauso werde ich mich immer dran erinnern, wie Ayden uns alle kopfueber zum Strand getragen hat. Oder daran, wie wir alle mit hochgekrempelten Hosen im Meer gestanden haben, um das Boot ins Wasser zu schieben. Oder daran, wie mitten auf der unbeleuchteten Strasse Richtung Farm das Licht des Trucks immer wieder kurz ausgegangen ist. Es war einfach ein toller, unvergesslicher Ausflug! Sowas nenne ich eine richtige „Kiwi-Experience“, die ich ohne das Wwoofen und Kennen Lernen von echten Neuseelaendern nicht erlebt haette. (Ausser ich haette eine Menge Geld dafuer hingelegt).



23.9.13

NZ - on tour with Richard {Keri Keri & Paihia}


Nach einem leckeren Fruehstueck (und unzaehligen Orangen) ging es am Sonntag mit dem Bruder von Tim, Richard, auf Tour. Sein Sohn James spielt fuer das Northland Team Rugby und hatte ein Kadertraining in Keri Keri. Da Vivien und ich beide noch nicht da waren, nahmen wir die Einladung von Richard gerne an.


Auf dem Weg machten wir noch einen Abstecher zu den Hundertwasser-Toiletten in Kawakawa. Hundertwasser hat von 1973 bis zu seinem Tod in der Naehe gewohnt und sie entworfen. Und ich war drin. Hihi. (Und hab dann auch gleich mal meinen Rucksack drin vergessen)

Ach ja und ist euch aufgefallen, dass ich da mit meinem Pulli richtig gut reinpasse in diese Toilette aus Kunst?


Den Rucksack wieder auf dem Ruecken und eingecremt schauten wir James beim zweistuendigen Training zu, sonnten uns und verspeisten unsere Lunchpakete. Aber war schon ziemlich langweilig.

 
In Keri Keri selbst besichtigten wir kurz den Stone Store von 1836, der Neuseelands aeltestes Steingebaeude ist. Zu kaufen gibt es da allerdings keine Steine (wie angenommen), sondern Vintage-Geschenkartikel.
 

Als Richard und James sich bei McDonalds und Subway eindeckten, entdeckten Vivien und ich die Chris Booth Skulptur. Ansonsten haben wir noch einen kurzen Zwischenstopp an der (kleinen) Chocolate factory gemacht und uns ueber die Gratispralinen hergemacht. Keri Keri heisst uebrigens "Graben Graben". (Ja, heute gibts mal ein paar mehr Infos zu allem)


Nach Keri Keri fuhren wir noch kurz nach Paihia und besichtigten die mir schon bekannten Orte, wie die Haruru Falls und den Strand. Jedoch sah beides komplett anders aus. Der Wasserfall war so viel gewaltiger wegen dem starken Regen in der Nacht davor und aus dem gleichen Grund war auch das Meer in Strandnaehe braun statt blau.