31.5.13

perspectives - review

Am letzten Samstag war ich auf dem deutsch-französischen Festival der Bühnenkunst. Perspectives.
Leider hatte ich nur eine Karte für eine Vorstellung. Nachdem ich gesehen habe, was da sonst noch aufgeführt wurde, wäre ich am liebsten bei allem dabei gewesen. Überrascht mich selbst immer wieder, wie sehr mich solche kreativen, individuellen, künstlerischen Darbietungen begeistern!

Jedenfalls war ich in der Videoinstallation "KISS & CRY" von Michèle Anne De Mey & Jaco Van Dormael. Es fand in einer alten Halle statt, die mit blauen Plastiksitzen ausgestattet war. Darauf lagen vereinzelt Decken für die Zuschauer, was ich eine total liebe Geste fand. 


  
Vorne befand sich eine riesen Leinwand, auf der man das Ganze dann sah. "Ist ja wie Kino, was ist daran besonders?" - Das Besondere war, dass unter der Leinwand die einzelnen Kulissen aufgebaut waren und man während der Vorstellung des Filmes immer nach unten sehen und das zeitgleiche Aufnehmen beobachten konnte. Ein Blick hinter die Kulissen also! 


Eine weitere Spezialität dieser Bühnenkunst war, dass fast die gnze Geschichte (nachlesen kann man sie hier!) mit Händen erzählt wurde. Es war so faszenierend, wie geschmeidig und anmutig die Darsteller ihre Hände bewegen konnte, wie viel Chemie dabei entstand. Nur anhand der Bewegungen der Hände und der Musik erkannte man die Laune, die Gefühle der darzustellenden Person. Das war wirklich unglaublich schön und spannend. Immer wieder neue Effekte (wie das Drehen der Kamera, so dass herunterfallende, an einer Schnur befestigte Steine aussahen, als würden sie in den Himmel wachsen), berührende Musik und witzige, sowie wahre Worte aus dem Off (mit einem französischen Akzent, der den Charme noch verstärkte) machten diese Verbindung aus Bühne und Leinwand, d.h. Produktion und Konsumierung des Films zu einem wirklich sehenswerten Spektakel!


Als die Geschichte ihr trauriges, aber dennoch schönes Ende fand und das ganze Publikum jubelnd und mit den Füßen auf den Boden stampfend aufstand, hatte ich Tränen in den Augen, so wunderschön und berührend war dieses Erlebnis für mich. 


Einen kleinen Auschnitt und auch noch mehr begeisterte Worte findet ihr auf der schon verlinkten Seite! :)

Ich finde es immer wieder erstaunlich und toll, wie kreativ und einfallsreich manche Menschen doch sind und wie solche Darbietungen mit der richtigen Musik und der perfekten Mischung aus Traurigkeit und Schönheit uns doch berühren.

29.5.13

analografien - einesommererinnerung


Warme Sonnenstrahlen auf der Haut und das kühle Nass, in das man sich zuerst nicht reintraut. Das ist der perfekte Kontrast, den es nur an schönen Sommertagen gibt. Und so einen Sommertag habe ich mit einer Einwegkamera festgehalten. Um Unterwasserbilder machen zu können und um keine Angst um meine Kamera haben zu müssen.


Seit Tagen regnet es ohne Pause und man hat eher das Gefühl von Herbst, nicht von einem baldigen Sommeranfang. Umso schöner ist es, diese Bilder von einem tollen Tag im letzten Sommer anzusehen, die schon länger auf meinem Regal lagen und schon mit einer kleinen Staubschicht bedeckt waren. Aber sie wecken auch die Sehnsucht! Die Sehnsucht nach Sonne, nach tropfendem Orangeneis, nach Schwimmen in der Frühe im leeren Freibad.


28.5.13

mahlzeitofthemonth - petitetomatoesalad


(kleiner) Tomatensalat

Diesen Salat hab ich mir heute ganz spontan als Beilage zusammen gemischt und klar, ist das nichts Außergewöhnliches, das ihr noch nie im Leben probiert habt. Aber ich finde, es ist gerade, was das alltägliche Kochen angeht, eine leckere, gesunde, schnell gemachte Beilage, die jede Mahlzeit noch ein bisschen interessanter macht.


Der Salat passt gut zu Spagetthi Bolognese oder auch zu Gegrilltem oder einfach nur so zu einem herzhaften Brot!


Was ihr dafür braucht:


+ Olivenöl und ein paar Tropfen Balsamico.
Getrocknete Tomaten klein schneiden, Basilikum & Tomaten waschen, letztere vierteln.
Basilikum zerrupfen/zerhacken/ganz lassen.
Pfeffer, Salz, italienisches Gewürz (bei mir: Fertigmischung, ansonsten einfach Oregano, Thymian etc mischen), Öl und Essig nach belieben drüber geben. Ferdiisch.


Bei mir gabs den heute zusammen mit leckeren Cannelloni!
Vielleicht hab ich euch damit ja eine kleine Inspiration für das nächste Grillfest gegeben oder eine Idee, um ein Mittagessen aufzupeppen.
Ansonsten wisst ihr jetzt einfach mal, was es bei mir heute so zu Essen gab. Hihi.



27.5.13

derroteschirm


Also bei mir gibts die schlechteswetterunddeshalbkeinezeitfürfotos-Ausrede nicht! Hihi.
Trotz immer schlimmer werdendem Regen und der Angst um meine Kamera traute ich mich raus und hoppste mit M. ein bisschen im Regen rum.
Normalerweise mag ich diesen Effekt nicht, aber in diesem Fall hat er einfach so gut gepasst. Schwarz und Weiß unterstrichen die Tristheit des Tages und der rote Schirm symbolisierte unsere gute Laune, die dem Regen trotzt.




//Fotowettbewerb//

24.5.13

thegreatgatsby - review


Der große Gatsby.


Ich war im Kino. Eingekuschelt in den roten Kinositz, mit buttrigem-zuckersüßen Popcorn in meinen Händen und nach einer kurzen Zeit auch überall auf meinem Platz habe ich die 142 Minuten Film genossen.
142 Minuten, für die ich wegen Überlänge 50 Cent mehr bezahlen musste. #ohmeingottjetztbinicharm

Mitten in der Woche und außerdem am frühen Abend waren wir fast die einzigen im gemütlichen, romantisch beleuchteten Kinosaal, was trotzdem nichts an der Tatsache änderte, dass ich in den "ruhigen Pausen" zwischen den einzelnen Trailer und Werbespots immer direkt aufhörte, Popcorn zu knabbern, weil ich sonst das Gefühl hatte, dass mir alle zuhören und mich für einen Schmatzelefanten halten und und und ich wollte ja nicht die schöne Kinoatmosphäre kaputt machen.

Kennt ihr das, wenn ihr während einem Trailer was zu eurem Nachbar sagt und dann plötzlich, leicht beschämt ruhiger werdet, weil der Spot ganz plötzlich zu Ende ging und man nur noch euch hört?


   
So, jetzt aber nach langem Gelaber endlich zum Film.

Meine ersten, unbeeinflussten Eindrücke:


- traurig

- verwirrend
- tolle Kontraste (reich-arm ; bunt/farbenfroh/schillernd-trüb/trist/dunkel)
- Leo hat noch immer sein tolles Lächeln
- blödes Ende
- verdammt schöner, eleganter Style der Damen
- die goldenen Zwanziger auf den Punkt gebracht
- wünschte, heute würde man so noch in den Diskos tanzen und nicht bloß von einem auf den anderen Fuß wippen.


Insgesamt finde ich, dass das Zeitalter, d.h. die goldenen Zwanziger wirklich gut getroffen wurden. Die Gegensätze zwischen den wohlhabenden, luxeriösen Familien und den dreckverschmierten Arbeitern wurden sehr gut verdeutlicht. Auch die schillernden Partys (mit einem megamäßigen Soundtrack hinterlegt) und die stilsicheren aber auch übertrieben gestylten Frauen belegten einen wichtigen Teil des Films. Leo spielte seine Rolle super. Wie in Catch Me If You Can beherrschte er die Gestik und Mimik eines charmanten Gauners (in CMIYC die eines Hochstaplers) perfekt und überzeugte mit seinem schauspielerischen Talent. Daisy empfand ich persönlich nicht als die klassische Schönheit, jedoch hat sie meiner Meinung nach "das gewisse Etwas".

Traurig machte mich irgendwie die Rolle von Nick, dem allwissenden Erzähler, dem Außenstehenden, dem dritten Rad am Fahrrad. Immer war er "nur" dabei, erlebte selbst keine mitreißende Liebesgeschichte, sondern stand dem Protagonisten nur zur Seite. Aus welchem Grund auch immer erinnerte die Rolle mich an die von Dan Humphrey in/als Gossip Girl. Beide gehören sie nicht wirklich zu der Gruppe, haben nur einen Einblick in deren glamouröses Leben und verarbeiten ihre Eindrücke, indem sie darüber schreiben.




Ich hielt den Film zuerst für eine Art (Liebes-)Drama, bin jetzt nach dem Schauen jedoch viel eher davon überzeugt, dass "Der Große Gatsby" eine Kritik der damaligen oberflächlichen und geldgierigen Gesellschaft darstellt. Fast ganz New York taucht bei den Partys von Gatsby auf, doch davon nimmt sich keiner die Zeit, auf dessen Beerdigung aufzutauchen. Daisy, die ich für eine "wahre Liebende" gehalten habe, entscheidet sich zwischen dem armen, aber ehrlich verliebten Gatsby und dem reichen, doch untreuen und unehrlichen Tom für letzteren. 


Seht euch den Film an und urteilt selbst! :)


20.5.13

einstrahlendersommertag-inschwarzweiß


Gestern war seit ewig langer Zeit mal wieder ein schöner Tag. Ein trockener, sonniger, freundlicher Frühlingstag, der dem Mai auch mal gerecht wurde. Natürlich musste ich den nutzen und fuhr zum ersten Mal in diesem Jahr mit dem Fahrrad. Natürlich nicht alleine. Jemand musste mich ja den Berg hochschieben. :D

18.5.13

wiesn-spaßgibt'snichtnurimoktober 3/3


Heute hat sich der Text mal zwischen den Bildern versteckt und ist nicht darunter gekrochen. Wenn ich gerade aus dem Fenster schaue, zieht es mich wieder mit ganzer Kraft nach draußen. Nach den letzten regnerischen, trüben, traurigen Tagen wird es auch echt mal wieder Zeit, die Sonnenstrahlen auf der Haut zu genießen und frische Luft zu spüren.