Ich bin wieder wwoofen. Und das 10 Minuten von der Innenstadt Wellingtons entfernt. Bei einer wirklich tollen Familie. Rebecca, George (Ex-Hippies) und ihre Tochter Georgia wohnen zusammen in einem von ihren drei Cottages im viktorianischen Aro Valley. Das Haupthaus vermieten sie und in dem anderen wohnen die Wwoofer. Sie haben jahrelang gegen die Regierung gekaempft, die diese alten Gebaeude platt machen wollten und haben jetzt viel zu renovieren.
Ich musste eine Menge Treppen am Hang hochlaufen, bis ich endlich Haus Nummer 4 erreichte. Mehr Berg hoch ging es zu meinem Zimmer in Haus Nummer 6. Besonders lustig ist das jeden Abend nach dem gemeinsamen Essen gewesen, weil ich trotz Taschenlampe Schiss hatte, falsch aufzutreten und den Hang runter zu kullern.
Im Gegensatz zu dem Arbeitssystem, was ich auf anderen Farmen erleben durfte (3/4 h pro Tag) arbeitete ich hier einen Tag voll durch und hatte dann den naechsten frei.
Rebecca hat eine eigene Brauerei, die eher wie eine grosse Kueche aussieht. Sie ist beruehmt fuer ihr Gingerbeer. Und ich kann auch bestaetigen, dass es wirklich lecker ist. Hehe.
Das Besondere an ihrem Bier ist, dass es in der Mitte der Gaerung gestoppt und getrunken wird, d.h. es "lebt noch" in der Flasche. So kann es auch nicht lange gelagert, bzw. in Flaschen im Supermarkt verkauft werden. Sie liefert es jeden Morgen zu Cafes, die es ausgeschenkt servieren.
Jedenfalls verbrachte ich meinen ersten Arbeitstag, zusammen mit einem anderen Wwoofer, in der "factory", wo wir unzaehlige Massen von Zitronen gewaschen, sortiert, geschnitten und gepresst haben. Ausserdem wuschen wir die alten Flaschen, damit Rebecca sie wieder verwenden kann.
Die Arbeit begann um 10 und erst um 6, nachdem alles sauber gemacht und das Auto beladen wurde, machten wir uns auf den Heimweg.
Am naechsten Arbeitstag war ich auf der "building-site" eingeplant. Mission: Treppen in den Hang bauen. Ich wurde von George mit Werkzeugen beladen und eingewiesen und hatte dann die volle Verantwortung. So hab ich bei schoenstem Wetter gegraben, geschleppt, gehaemmert, gemessen und gesaegt. Ist ja klar, dass ich jetzt sehr stolz auf mich und meine Treppenstufen bin.
Das ist mein kleines Zuhause fuer die letzten Tage gewesen. Gestern war ich dran mit Kochen. Aus dem Gemuese des Gartens und dem, was da war, hab ich ein richtig gutes, vegetarisches Dinner gezaubert. Aber das Beste, was ich essensmaessig hier erleben durfte, war der Zuccini-Tofu-Schokoladenkuchen von Rebecca und die Brombeer-Pie mit Schlagsahne und Puderzucker von George. Mjam. Ich werde die gemuetlichen und lustigen Abende vermissen.
Morgen ganz in der Fruehe geht es fuer mich auf die Faehre und dann ab auf die Suedinsel.
Wow, sieht schön da aus :) Viel Spaß auf der Südinsel!
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