Am Freitag verliess ich Paihia. Es war der Ort, der Ruhe in alles brachte. Das Rauschen der Wellen, die schoenen Straende, die tolle Aussicht vom Balkon des Hostels, all das fuehlte sich an wie Urlaub und liess einen entspannen. Doch ich habe ja eine Farm gefunden und die ist in der Naehe von Whangarei (was man uebrigens mit einem F statt W ausspricht). Das hiess fuer mich: Wieder in den Bus und ab nach Sueden.
Kaum aus dem Bus ausgestiegen, kam mir schon Diane entgegen, die mich so sehr an eine Schauspielerin erinnert, deren Name mir allerdings nicht mehr einfaellt. Sie nahm mich direkt mit einkaufen und zum Kostuemverleih, wo sie fuer die 32 Schueler, die sie in der oertlichen Schule unterrichtet, Mittelalterkostueme auslieh. Dann fuhren wir nach Hikurangi. Gruene weite Weiden und Wald, soweit man blicken konnte und irgendwo dadrin ihre Farm. Genau, wie man sich ein Zuhause im Nirgendwo vorstellt. (Wegen dem Nirgendwo kann ich auch keine SMS verschicken). Ich traf Tim, ihren Mann und auch Vivien, meine Mit-Wwooferin. Diane ist aus Canada und Tim ist ein Maori. Die beiden sind wirklich nett und auch lustig! Es gibt 6 oder 7 Kuehe, 3 Hunde und eine Katze auf ihrer Farm und unendlich viel Gruen! Wenn man die Auffahrt hochfaehrt (die uebelst steil ist), muss man erstmal Gatter oefnnen und durch einen Bach fahren.
Abends haben sie uns zu einer Art (Mini-)Gemeindeveranstaltung mitgeholt, wo ungefaehr 14 Leute sich als Buergermeister angepriesen haben und die Probleme des Ortes besprochen wurden. Nur so erlebt man das wahre Leben in Neuseeland.
Am naechsten Morgen hiess es "Help yourself" und so machte ich mir Oatmeals (wie auch schon in den letzten Tagen). Was die mir zum Trinken anboten, ist sowas Leckeres! Schwarzer Tee mit braunem Zucker und Milch!
Mittags trafen wir dann die Tochter, Ayla, und gingen mit ihr essen, shoppen und dann zum Fussballspiel ihres Freundes. Danach nahmen Tim uns mit zu Familie und Freunden, wo es total gemuetlich und schoen war und feierlich Fish n Chips geteilt wurden.
Der Fernseher ist hier den ganzen Tag an. Aber schauen tun wir nur abends. Rugby, Rugby League, Americans Cup. Das Essen ist verdammt gut! Tim kocht! Und sie benutzen das Fleisch ihrer eigenen Tiere und die Eier von Nachbarn. Am ersten Abends gab es Tortillas mit Hackfleisch, gebratenen Kartoffelspitzen, Ruehrei, Brokkoli, Fenchel, Sellerie, Karotten, Tomaten, Salat. So lecker!
Aber es ist eben nicht so sehr sauber, ein bisschen chaotisch und ja, die Tiere verlieren auch Haare ueberall. Aber ich fuehl mich hier wohl und das ist das Wichtigste.
Heute morgen gabs Toast und dann viiiel Schokolade und wieder Fussball! Dieses Mal das Spiel von ihrer Tochter. Auf dem zweitletzen Bild seht ihr Ayla und Tim! Gestern Abend bin ich auch Auto gefahren! Auf der linken Seite und es war, aaaargh, so komisch! Bin dauernd ueber den Streifen links gefahren, weil ich dachte, die Autos der Gegenfahrbahn wuerden in mich rein fahren!
Gearbeitet hab ich bisher noch nicht, weil Wochenende ist, hehe.
Aber dafuer (wohl als Bestrafung fuer zu viel Entspannen) bin ich heute Nacht uebelst verstochen worden! Na ja. Ich bin mal gespannt, was ich morgen arbeiten muss und freue mich auf Mittwoch, denn da holt uns Diane mit in die Schule!
Hallo Marie :)
AntwortenLöschenHabe gerade deinen Blog entdeckt und finde sowohl deine Bilder als auch deine Berichte toll, da wächst meine Vorfreude auf Neuseeland gleich noch mehr :) Meine Reise startet in 7 Wochen, ebenfalls mit AIFS.
Wünsche dir weiterhin eine ganz tolle Zeit!
Alles Liebe,
Marie